Medium für kulturelle Nahversorgung
Tirol
Medium für kulturelle Nahversorgung
Tirol
info
abonnement
edition
archiv
newsletter
kontakt
MOLEcafé
MOLEcafé #13
NEUE MUSIK IN TIROL?
Mittwoch, 25. April um 19:00 Uhr in Der Bäckerei
artikelkarussell
Jugendtheater aus der Peripherie
Mit Theater und Musical-Challenge reklamiert sich das Jugendland stetig mehr in die Kulturarbeit hinein – und bespielt damit ein bislang tatsächlich nur rudimentär bearbeitetes Terrain.
Eine Nominierung für den Jugendtheater-Oscar des Wiener Burgtheaters im Vorjahr, eine Einladung zu den Tiroler Volksschauspielen in diesem Jahr: was da unter dem Label Theater-Challenge im Jugendland Funtasy in der Innsbrucker Reichenau in den letzten zwei Jahren
>> MEHR
Raum Schiff Jason 1
Kunst thematisiert Grenzziehungen im Zentrum und an den Rändern Europas.
60 Prozent aller Flüchtlinge, die über das Meer Italien erreichen, landen auf der gerade einmal 20 km2 großen Insel Lampedusa, die mit ihren umliegenden Gewässern zum Vorposten europäischer Behörden für das Abfangen „illegaler“ Einwanderer und Ein- wanderinnen geworden ist. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem die von Italien, Griechenland und Malta gemeinsam im Mittelmeer durchgeführte Patrouillenaktion Operation Jason 1.
>> MEHR
Flickr als Muse
Savis Homayounis Fotos sind von ihrer Geschichte geprägt.
Savis Homayouni schickt keine Fragestellung voraus, wenn sie mit ihrer Canon EOS 400D stark von Herkunft und Weiblichkeit geprägte Motive einfängt. Wenn sie sich den Gegenständen und Menschen, die ihr Interesse wecken, annähert und deren Bewegungen und Formen oft tagelang mit der Kamera verfolgt, verlässt sie sich rein auf ihren Instinkt.
>> MEHR
Die Marke Tirol: Zukunft und Tradition?
„Natur“ und „Kultur“ als Gegenstand von Brand Identity.
Aus dem heutigen Wirtschaftsleben, so ist allerorts zu lesen, seien Marken nicht mehr wegzudenken. Marken sind gegenwärtig – wie auch immer wir dies bewerten mögen –, ein fixer Bestandteil unserer Umgebung und unseres Lebens. Längst sind sie nicht mehr etwas, das
>> MEHR
Provinz + Avantgarde
Der Verein MusikKultur St.Johann bringt die Unterländer Gemeinde auf die kulturelle Landkarte.
Der Verein MusikKultur (MuKu) St. Johann ist eine der aktivsten regionalen Kulturinitiativen in Österreich, die mit der Alten Gerberei ein Veranstaltungszentrum sein Eigen nennen kann. Pro Jahr führen die zwei fest angestellten und ca. 45 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Vereins darin über hundert Eigenveranstaltungen neben einer ähnlichen Anzahl an Fremdveranstaltungen durch. Um so weit zu kommen, mussten allerdings einige Hindernisse überwunden werden.
>> MEHR
Literatur
BABUSCHKA
Fang einfach an, sagte Maja,
so viele erste Sätze.
Es heißt nicht Babuschka, sondern Matrjoschka, sagte meine Großtante, die einzige Tante meines Vaters, dabei konnte sie gar kein Russisch. Sie hatte wohl recht, aber ich glaubte ihr nicht. Ich hatte meine Babuschka immer schon so genannt und sie vorsichtig geschüttelt und auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt und die kleinste genau untersucht, ob sie sich nicht auch öffnen ließe wie die anderen, durch einen geheimen Mechanismus, denn ich hatte nicht glauben können, irgendwann bei der letzten angekommen zu sein.
>> MEHR
politik
raum
bild
wort
ton
theorie
netz
comics
literatur
Experimentelle Bilderflut und autopoetische Schönheit
#07
2012
/
Barbara Pflanzner
Der Künstler Herwig Weiser lässt seine Skulpturen sich selbst entwickeln und stellt sie damit ins Spannungsfeld von skulpturaler Malerei und erweitertem Experimentalfilm.
Die skulpturalen Arbeiten Herwig Weisers erinnern an experimentelle Versuchsanordnungen. Sie sind das Resultat von fokussiertem Arbeiten, unzähligen Tests und Fehlversuchen, werden aufwändig geplant und unter der Mitwirkung von TechnikerInnen und WissenschaftlerInnen realisiert. Die Skulpturen leben von einem stetig voranschreitenden Zersetzungs- und Transformationsprozess. In der Installationsreihe Lucid Phantom Messenger beispielsweise bildet sich durch elektro-chemische Materialprozesse ein dynamisch skulpturales Bild aus. Seine Struktur ergibt sich über eine Art architektonisches Raster, in dem sich verflüssigte Farbrohstoffe befinden, darunter verschiedenste Metalle und kristallisierte Substanzen sowie Materialien, die für die Filmentwicklung eingesetzt werden. Über Strom und Ultraschall werden sodann chemische Vorgänge ausgelöst, die sich wiederum über eine gewisse Zeitspanne hinweg entwickeln. Sie formen sich schließlich zu dreidimensionalen Strukturen aus, die in ihrer Formgebung mit organischen Gebilden vergleichbar sind und die sich in einer Art farbenprächtigem „Action Painting“ ausdrücken. Diese „analogen skulpturalen Prozesse“ sind zwar gesteuert, entwickeln aber eine Autopoiesis – sie folgen ihren eigenen stetig veränderlichen Mechanismen. Die Arbeit bezeichnet Weiser als „erweiterten Experimentalfilm“, denn die Transformation und Progression der Skulptur inhärenten Prozesse kann einer filmischen Narration gleichgesetzt werden.
>> MEHR
Der Ton macht die Musik
#07
2012
/
Evelin Stark
Martin Kafka macht aus Ton Möbel. Nein, er ist nicht Töpfer. Sein Baustoff ist Holz, die Essenz ist die Musik.
Der Duft nach Holz, alte Ausstellungsplakate an den Wänden. Musikwiedergabeequipment, wo man nur hinsieht – das ist der erste Eindruck, den man bekommt, wenn man in Martin Kafkas Tonmöbelstudio – nennen wir es mal den Klangraum – in Zams kommt. Beim zweiten Hinsehen merkt man, dass sie an allen Ecken und Enden dastehen: die Tonmöbel, liebevoll verarbeitet, aus den verschiedensten Holzarten, in allen möglichen Formen und Größen. Man fühlt sich gleich wohl in dieser Welt des Tons.
>> MEHR
Eine eigentümliche Kritik
#07
2012
/
Markus Penz
Kritik des Eigentums
Die weltweiten Proteste gegen ACTA (Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen) sollten nicht nur Datenschutz und Zensur zum Inhalt haben, sondern uns zu einer umfassenden Revision des Konzepts von Eigentum an sich bewegen.
>> MEHR
»Im Großen und im Ganzen hamm’ Frauen eh alle Chanzen«
#07
2012
/
Maria Markt
Die Tiroler Sängerinnen-Formation Comedian Feminists singt über seltsame Frauenbilder und andere Ungerechtigkeiten.
Zehn Frauen aus Österreich und Südtirol finden sich in unregelmäßigen Abständen zusammen, um bekannte Lieder und Gassenhauer aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts mit neuen Texten zum Besten zu geben. Sie bewegen sich dabei in der musikalischen und satirischen Tradition der Comedian Harmonists – manchmal auch noch ein wenig spitzer, lustiger, direkter. So sangen sie letztes Jahr beim Demokratie-Kongress in der Bäckerei über gläserne Decken, Menschenrechte, Frauen-Spar-Politik, das berühmt berüchtigte Frauen(selbst)bild der ÖVP und: Veronika, das Kapital / ist oben breit und unten schmal. Die Kombination von fröhlichen Feministinnen – ja, für manchen ein Paradoxon! – im Charleston-Look und bewährt schönen Liedern funktioniert. Dabei spielen die Sängerinnen gerne mit Klischees und deren Bruch: Sie tragen Unterkleider statt glamourösen Roben und tragen ihre Kritik bewusst liebreizend vor – Gelächter kann und soll sprichwörtlich im Hals stecken beiben.
>> MEHR
»Systemrelevant«
#07
2012
/
Simon Welebil
Colin Crouch erklärt in seinem neuen Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus, warum neoliberale Gedanken trotz Finanzcrash noch lange nicht tot sind.
Manchmal braucht es bloß einen Begriff, um eine unbefriedigende Situation zum Thema zu machen, Colin Crouch ist das mit „Postdemokratie“ gelungen. Der britische Politikwissenschaftler und Soziologe hat hinter diesem Schlagwort den Unmut über politische Scheingefechte, Sozialabbau, Privatisierungen und Politikverdrossenheit versammelt und zu einer These geformt: Wir bewegen uns auf einen Zustand der Postdemokratie zu, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden, die mitunter auch zum Austausch von Regierungen führen, aber diese Wahlen seien nur mehr Spektakel und politische Inszenierungen. Die reale Politik würde hinter verschlossenen Türen gemacht, „von gewählten Regierungen und Eliten, die vor allem die Interessen der Wirtschaft vertreten.“
>> MEHR
Himmlisch oder Celeste
#07
2012
/
Waltraud Indrist
Celeste – so nennt sich eine lose Gruppe von unterschiedlichen KünstlerInnen. Eine Gruppe aus Freunden, Bekannten und Bekannten von Bekannten, die sich immer wieder neu formiert und an immer wieder neuen Orten (Bejing, Paris, Berlin) zusammenfindet. Mit der Ausgabe Celeste im Berg bespielt die Gruppe nun auch Innsbruck.
>> MEHR
Importiert: Filmemacher Omurkul Borubaev
#07
2012
/
Rosanna Dematté
Omurkul (Omar) Borubaev lebt seit 2007 in Tirol, er ist Künstler und Filmemacher. Seine biographischen Daten verdichten sich auf drei DIN-A4-Seiten dermaßen, dass es beinahe unmöglich erscheint, seines Lebenslaufs nachvollziehbar zu umreißen. Borubaev wurde 1956 in der Hauptstadt von Kirgistan, Frunse (heute Bischkek), geboren. Bereits als er noch ein begabter Kunstschüler war, begegnete ihm der litauische Regisseur Algimantas Vidugiris, mit dem er während der folgenden 15 Jahre zusammenarbeitete, als Assistent und Art Director für die Produktionen des Kinostudios Kirgisfilm, das so wie Georgienfilm oder Kazachfilm u.a. in der Sowjetunion zur Verbreitung der politischen Ideologie bis zum Beginn der Perestroika finanziert wurde. Doch: „Danach war plötzlich nichts mehr.“
>> MEHR
weiter
| Seite 1 von 22