Medium für kulturelle Nahversorgung Tirol
MOLEcafé

Martin Mallaun

#10 2013 / David Schreyer

> 26.2.2013, 20:00, Innsbruck, ORF Radiokulturhaus
> Martin Mallaun gemeinsam mit Trio Greifer

1. Geographische und künstlerische Wurzeln?
Tirol, im Jahr 1983, erste Zitherstunde … da war die Welt noch in Ordnung (Volksmusik, Volksmusik, Volksmusik). Ich bin trotzdem nicht mehr von dem Instrument losgekommen und habe mich im Lauf der Zeit durch alle möglichen Stile durchgefressen: Studien bei einem Barocklautenisten, jahrelange Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, Improvisationsauftritte in allen möglichen und unmöglichen Formationen, dazwischen ein paar weniger geglückte Versuche und dann natürlich viele Konzertbesuche, von Freejazz bis Streichquartett. Daneben Menschen treffen, Biologie studieren, haufenweise lesen, Kino, Natur.
Künstlerische Wurzeln – ich würde sagen: was sich so an Eindrücken ansammelt.

2. Was ist das eigentlich: „gute Musik“?
Gute Frage … für mich: bunte, schräge, extreme Musik, eine die meine Hörgewohnheiten in Frage stellt.
Noch wichtiger – kommt mir vor – ist, dass eine Musik authentisch ist. Das kann die sechsjährige Celloschülerin beim ersten Auftritt sein oder ein Konzert von Barry Guy oder manchmal auch ein Singer-Songwriter.

3. Wo in Tirol würden Sie gern mal spielen?
Eigentlich überall, wo Leute mit Ohren sitzen, um sich auf etwas Neues einlassen.

4. Welches Konzert würden Sie nicht mal um viel Geld ansehen?

Für Geld würd ich mir JEDES Konzert ansehen!

5.Mit wem würden Sie gern zusammen spielen?

Mit Sylvius Leopold Weiss, wenn das ginge.

6. Musikempfehlung?
Oje, das wird jetzt eine Ewigkeitsliste. Vielleicht hier vier CD-Highlights – Burkhard Stangls Hommage à moi, African Rhythms mit Musik von Györgi Ligeti und traditioneller Musik der Aka-Pygmäen, die Perotin-Aufnahmen vom Hilliard Ensemble (die ohne Jan Garbarek) und die Aufnahmen von bulbul.
Und viel gescheiter noch ins Konzert gehen! Auf jeden Fall zum Osterfestival in Hall und zu den Artacts in der Alten Gerberei in St. Johann unbedingt!!

7. Was machen Sie während des Musizierens mit Ihren Beinen?

Meistens steh ich fest auf beiden.