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KUNSTtransPORT liefert Egalität

Im Rahmen des von Johannes Bodner und Johanna Huter initiierten Projektes KUNSTtransPORT fand in den letzten Wochen ein Bildkunst-Workshop mit SchülerInnen der HTL für Kunst & Design statt.

Im Rahmen des von Johannes Bodner und Johanna Huter initiierten Projektes KUNSTtransPORT fand in den letzten Wochen ein Bildkunst-Workshop mit SchülerInnen der HTL für Kunst & Design statt.
KUNSTtransPORT vereint neue und altbekannte Kunstströmungen, eröffnet vielschichtige Aus- und Eindrucksformen und forciert intermediale Grenzüberschreitungen. Für die Präsentation der finalen Resultate wird eine gemeinsame Präsentations- und Produktionsfläche zur Verfügung gestellt.
Neben einer konkreten Abendveranstaltung findet ein Rahmenprogramm in Form von Workshops und Diskussionen statt, um einem emanzipatorischen Anspruch gerecht zu werden.
Dadurch werden insbesondere die gerne unbeachtet gelassenen jungen Kunstinteressierten angesprochen und aktiv eingebunden. Auf diese Weise wird Kontakt mit dem bestehenden Potenzial der jungen nationalen Kunstszene und ihren Ausdrucksformen hergestellt.
Die KünstlerInnen sind gefordert, aktiv miteinander in Kontakt zu treten und im Sinne einer kreativen Dynamik im Rahmen von KUNSTtransPORT für das Publikum zu experimentieren.
Die aktuelle Ladung: Künstlerische Arbeiten junger Kreativschaffender aus Tirol zum Thema EGALität. Das aktuelle gesellschafts
politische Interesse der Tiroler Bevölkerung, Rückzugstendenzen ins Private sowie persönliches Engagement und Individualismus werden auf vielfältige Art und Weise verpackt. Geliefert wird alles, von klassischer Fotografie über Theater und New Media Art bis hin zu tanzbarer Literatur.
Vertreten ist unter anderem auch kreative Bildkunst von angehenden KommunikationsdesignerInnen der HTL für Kunst & Design Innsbruck. Die Arbeitskonzepte hierzu entstanden in einem vom Kuratorenteam Johanna Huter und Johannes Bodner und dem Bildermacher David Schreyer geleiteten mehrtägigen Workshop.
In einem offenen Forum wurden zunächst vielschichtige Begriffsdefinitionen ausgearbeitet. Die konzeptionellen Ansätze spielen mit den verschiedensten Interpretationsmöglichkeiten und Daseinszuständen gesellschaftlicher Vorgänge und beleuchten diese von einer vorrangig idealistischen, aber auch rational-kritischen Seite.
Ausgearbeitet wurden 15 konkrete Projekte, die sich mit aktuellen Themen, wie (Medien-)Konsum, Zivilcourage, Stereotypen, Globalisierung und der Genderproblematik, auseinandersetzen, um im Begriff EGALität wieder zueinanderzufinden.
Der Realisierungsprozess setzte sich aus der Entwicklung von Arbeitskonzepten durch die SchülerInnen und der eigenständigen Umsetzung und Finalisierung eben dieser zusammen.
Die fotografischen Arbeiten entstanden innerhalb einer Woche an den verschiedensten Orten des täglichen Lebens der SchülerInnen – ob es sich nun um ein in der eigenen Wohnung aufgebautes Set handelte, eine im öffentlichen Raum festgehaltene Streetperformance oder den neben der HTL gelegenen Supermarkt. Im Zuge der Arbeit wurden spannende Dialoge geführt, Vorurteile aufgelöst und neue Perspektiven eröffnet. 
Auf Basis der Rahmenbedingungen der Ausstellungs-Location wurden in der finalen Phase Präsentationskonzepte für die einzelnen Projekte erarbeitet und unter Supervision des KUNSTtransPORT-Teams umgesetzt.